Brauche ich eine Coverlock?

Lybstes Coverlock Bericht: endlich schneller und sauberer nähen
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Nachdem ich mir nun letztes Jahr eine richtig tolle Overlock-Maschine gegönnt habe und immer noch nicht glauben kann, dass ich so lange damit gewartet hatte (hier gibt es den Bericht dazu), wollte ich mich nun auch mal an das Thema Coverlock ranwagen. Ich dachte, so etwas bräuchte ich nie... aber ich wurde das Thema Absteppen immer mehr leid.

 

Die Juki (MCS-1500) steht schon ein paar Monate hier... Letztendlich habe ich auch solange gebraucht, um mich so richtig reinzufuchsen. Ich stehe mit neuen Sachen einfach immer erstmal auf Kriegsfuß. Aber letztendlich könnte ich mir keinen Body und kein Einfassen mehr ohne sie vorstellen. Gerne erzähle ich euch ein bisschen von meinen bisherigen Erfahrungen!

 

Eigentlich wollte ich euch gestern schon den Sommerbody präsentieren (mit einem kleinen Freebook dazu)... aber leider war unsere Kleinste die ganze Woche krank, mit 40 Fieber. Wie sich heute heraus gestellt hat, war es wohl das Drei-Tage-Fieber. Und den Husten hatte sie einfach parallel dazu bekommen. Ich hatte ein bisschen Angst, dass es doch eine Lungenentzündung ist, da unsere Große die schon öfter hatte. Da hat mich die Diagnose Bronchitis und Drei-Tage-Fieber echt beruhigt.

Und da ich diesen Artikel bereits letzte Woche fertig geschrieben hatte, gibt es nun diesen heute zu lesen, anstatt des Sommerbodys. Mit Kiddies muss einfach alles flexibel sein... und nun zur Coverlock!

 

Da ich mit dem Nähpark Diermeier schon mit der Coverlock von Bernina gute Erfahrungen gemacht habe, wollte ich gerne, dass sie mich wieder von Anfang an beraten. Also habe ich einfach angerufen. Mein Wunsch war eigentlich wieder eine Bernina zu bekommen. Doch da das aktuelle Modell bald ausläuft haben sie mir zum baugleichen Modell von Juki geraten.

 

Ich finde, dass die Coverlock viel empfindlicher auf verschiedene Stoffe reagiert als eine Overlock. Daher brauchte ich einfach ein bisschen, um die richtigen Einstellungen für das normale Säumen oder eben das Einfassen mit Bündchenware (3-fach-liegend) zu finden. Von der Overlock war ich es zu sehr gewohnt, dass sie einfach alles näht ohne zu "mucken". Aber jetzt, nach den ersten fünf Monaten, kann ich euch endlich erzählen, wie es mir mit der Coverlock bisher ergangen ist!

 

Zum Einfassen der Bodys, nehme ich den schmalen 3-Faden-Coverstich. Am Anfang musste ich komischerweise noch üben, gerade zu nähen... als wenn ich der absolute Nähanfänger wäre (wie man hier sieht). Aber das hat sich, zum Glück, schnell gelegt!

 

Lybstes Coverlock Bericht: endlich schneller und sauberer nähen

Nerviges Einfädeln?

Hier habe ich bei der Coverlock übrigens zwei verschiedene Farben eingefädelt. Ich finde, so ist man ein bisschen flexibler. Bei dem Body habe ich den Jerseystreifen mit gelben Oberfäden eingefasst.

 

Den Unterfaden habe ich in Lila eingefädelt. So konnte ich beim Säumen des T-Shirts die Naht gleich als Ziernaht verwenden. Dafür wird beim Nähen die Innenseite obenauf gelegt, sodass der im Zickzack verlaufende Unterfaden hinterher auf der rechten Seite sichtbar ist. Da ich absolut kein Freund des Einfädelns bin, finde ich es wunderbar, so gleich zwei Farben zur Hand zu haben ;) Und genau diese zwei Farben passten in letzter Zeit zu fast allen meiner genähten Stücke. Ich musste letzte Woche erst zum zweiten Mal die Farbe wechseln!

 

Lybstes Coverlock Bericht: endlich schneller und sauberer nähen
Lybstes Coverlock Bericht: endlich schneller und sauberer nähen

Säumen und Absteppen mit der Coverlock:

Ich muss gestehen, dass ich beim Säumen nie eine Coverlock vermisst habe. Mir reicht da tatsächlich ein einfacher Zickzackstich. Aber zum Absteppen hatte ich nie eine gute Lösung gefunden mit meiner Nähmaschine. Da ich an dieser nämlich auch keinen Nähfußdruck einstellen kann und keinen Obertransport habe, fand ich die Nähte immer gruselig. Meist sind sie wellig geworden. Doch gerade der Halsauschnitt legt sich, ohne das Absteppen, gerne mal um und sieht nach dem zehnten Mal waschen oft nicht mehr so schön aus. Dafür finde ich die Coverlock nun perfekt! Endlich schöne Halsbündchen!

 

Oft wird zum Absteppen ja der Geradstich empfohlen, doch an Stellen, an denen es unbedingt dehnbar bleiben sollte, ist der völlig fehl am Platz. Es gibt bei manchen Maschinen auch einen dehnbaren Geradstich, der aber auch nur bedingt dehnbar ist. Die nächste Möglichkeit wäre dann einen engen Zickzackstich zu nehmen oder auch den Dreifach-Zickzackstich. Doch den Look muss man mögen und passt zum Absteppen nicht überall hin. Am Halsbündchen sieht, wie ich finde, nur ein Geradstich gut aus. Ansonsten steppe ich lieber garnicht ab.

 

Eigentlich müsste man zum Absteppen mit der Nähmaschine jedes Mal die Zwillingsnadel nehmen... die Naht sieht - selbst bei meiner Nähmaschine - viel besser aus und ist auch dehnbar! Aber ich bin meist viel zu faul, alles umzustellen und einzufädeln. Ich benutze sie äußerst selten.

 

 

Lybstes Sommerbody nähen
Alle Sommerbodys aus dem Probenähen zeige ich nächste Woche!

Fazit:

Mein Fazit? Ich möchte nicht mehr ohne!

 

Es sieht endlich sauber aus und ich kann alles richtig schick säumen und absteppen! Vor allen Dingen ist sie schnell und leise (ein Grund, warum ich mich nicht für die neue von Brother entschieden habe).

 

Auch die Naht auf der rechten Stoffseite als Ziernaht zu nehmen, finde ich super!

 

Wer beim Säumen mit dem Zickzack- oder Dreifach-Zickzackstich zufrieden ist (so wie ich es bisher auch eigentlich war) und beim Absteppen nicht zu faul für die Zwillingsnadel ist und an der Nähmaschine den Nähfußdruck gut einstellen kann, der braucht nicht unbedingt eine Coverlock. Wer aber wirklich viel näht, der sollte sich eine Anschaffung überlegen. Selbst mit einer guten Nähmaschine werden die Säuberungsnähte nie so sauber und ordentlich, wie mit einer Coverlock. Sie sind außerdem viel dehnbarer, als normale Nähmaschinen-Nähte. Für mich war allerdings das wichtigste Kriterium: es geht so schön schnell! Keine Zwillingsnadel mehr, kein ewig langsamer Fake-Overlock-Stich für Ziernähte und keine welligen Nähte mehr beim Absteppen.

 

Mittlerweile kann ich mir das Einfassen des Bodys ohne Coverlock garnicht mehr vorstellen. Ruckzuck hat man sogar einen Body fertig. Was mich nach wie vor trotzdem ein bisschen nervt, ist das Einstellen der Fadenspannung und des Nähfußdrucks. Das erfordert leider mehr Fingerspitzengefühl als bei meiner geliebten Overlock.

 

 

 

Überlegt hier noch wer, sich eine Coverlock zu holen? Oder war das noch nie Thema bei euch?

Und hat hier jemand auch die Juki MSC 1500 und eventuell schonmal die perfekten Einstellungen heraus gefunden? Ich bin da leider immer wieder neu am herumtüfteln. Aber wenigstens fürs Einfassen des Bodys war es jetzt gut eingestellt :) Das war erstmal das Wichtigste!

 

Ich hoffe, ich konnte euch mit dem Bericht ein bisschen in eurer Entscheidungsfindung weiter bringen.

 

Lybste Grüße

Ronja

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Kommentare: 14
  • #1

    Nähfrosch (Samstag, 12 Mai 2018 07:38)

    Ohja. Ich möchte auch nicht mehr ohne Cover! Vor allem der Bandeinfasser. Der ist der Knaller. Ruck zuck kann man alles mit Bündchen einfassen! <3
    LG
    Katja

  • #2

    Coco Mauer (Samstag, 12 Mai 2018 07:59)

    Ja, das Aneinandergewöhnen, mit einer Cover Maschine dauert....probieren..probieren...probieren und g. macht, die früher eine Janome hatte ( habe ich auch, jede hat ihre Tücken), empfiehlt dass du dir immer wenn was geklappt hat notierst was für Stoff, wieviele Lagen usw. dazu welche Einstellungen du verwendet hast ( auch den Nähfußdruck).
    Darauf kannst du beim nächsten Mal dann zurückgreifen. ( Karteikartensystem)
    Die einzige Cover die wohl meist ohne Umstellen tut was sie soll ist von Babylock ( und zwar nicht die billige�). Doch nicht jeder kann oder will sich eine so hochpreisige Covermaschine zulegen ( allerdings kostet das Original Zubehör deutlich weniger als z.B. von Janome, was bei einer Preiskalkulation auch beachtet werden sollte.
    Ich habe auch keine Babylock. Zuwenig Platz rechts, zu laut!!! Zu wenig,beim Nähen, in der Geschwindigkeit regulierbar. Außerdem hat sie beim Probenähen im Laden, gleich derart den Stoff in die Stichplatte gefressen...das war gleich das k.o. Kriterium.
    Ja...viele lieben die....aber Mitten im Stoff Covern ist echt schwer, wenn du keinen Platz für den Stoff hast.
    Mein Mann hat mir dann vor 6 Monaten die Janome geschenkt und meist kommen wir beiden miteinander gut zurecht.
    Übrigends hilft bei fast allen Covermaschinen, wenn sie häufig Fehlstiche machen, ein Bauschgarn im Greifer. Sieht auch noch toll aus und wenn die Coverseite innen ist ( Unterwäsche) ist das schön weich.

    Liebe Grüße
    Coco

  • #3

    Ronja Marie (Sonntag, 13 Mai 2018 05:21)

    Hi Nähfrosch! Dann werde ich mir mal einen Bandeinfasser besorgen! Hört sich super an :)

    Danke, Coco, für deine Erfahrungen! Dass mit dem Aufschreiben der richtigen EInstellungen hatte ich mir auch schon gedacht!

    Lybste Grüße
    Ronja

  • #4

    sonny (Sonntag, 13 Mai 2018 15:49)

    Ich habe schon lange eine Covermaschine, die 1. Janome die es damals gab. Ich habe keinerlei Probleme mit ihr (hatte ich enorm mit der Husky 936, eine kombinierte Maschine). Greiferfaden meist mit Bauschgarn gefüttert, Nadeln immer 90er!!! Die gibt es auch als Stretch- oder Jerseynadel. Die Maschinen sind zu schnell und 80er Nadeln oder noch dünnere flattern zuviel, von daher gibt es gerne Fehlstiche. Nähfußdruck oder auch Einstellungen verändere ich kaum. Ach ja, ich nähe viel Jersey oder Unterwäsche.
    lg sonny

  • #5

    Katarina (Sonntag, 13 Mai 2018 17:42)

    Ich habe in meinem Studium über Jahre mit einer Industriecover genäht und vermisse sie nun schmerzlich, aber das ist einfach eine Investition, die nicht drin ist :/ Dafür habe ich aber eine sehr gute normale Nähmaschine, mit der Obertransport und Nähfüßchendruck zum Glück kein Problem sind und die Jerseyzwillingsnadel ist auch grad gekommen, ich werde wohl also über schnell umzustellen :)
    Aber ich kann voll und ganz verstehen, dass du sie toll findest. Und auch ich sage: Bandeinfasser <3

  • #6

    Steffi (Mittwoch, 16 Mai 2018 16:28)

    Hallo,
    toller Beitrag, darf ich mal fragen welches Garn du beim Covern benutzt und welche Knöpfe für die Bodys das sind?
    Danke Steffi

  • #7

    Sabine (Donnerstag, 17 Mai 2018 17:30)

    Ich habe bereits eine Overlock und eine normale Nähmaschine. Aber ich möchte eine Neue da die jetztige bald als Oldtimer eingestift werden dürfte und sie verzerrt meine Jersey Stoffe... kannst Du mir Ronja oder jemand anderen vielleicht ein Tipp geben für eine neue Nähmaschine?

  • #8

    Bea (Samstag, 19 Mai 2018 01:16)

    Also ich kann nur für brother schwärmen meine ist heute fast 10 Jahre alt und kann in Sachen Nähmaschinen immer noch das was sie heute können,... Von automatischer Näheinfädler, Faden abschneiden und Co,.... Das was eine "normale" Nähmaschine ausmacht,... Aber sie hatte auch damals ihren stolzen Preis,.... Mein erstes Lehrgeld dafür in die Hand genommen,... Aber als Handwerker in der Schweiz hat man gutes beide verdient ;-)
    Letztes Jahr zu Weihnachten habe ich dann von meinem Mann die Bernina Overlock bekommen und nun fehlt im Repertoire eben auch noch die Coverlock uns mir wurde auch die Janome alternativ zum "Porsche" Babylock nahe gelegt! Mal sehen wohin die Reise führt

  • #9

    Ulli (Samstag, 19 Mai 2018 09:44)

    Liebe Ronja, ich finde Deine Lederlabel "Do More Of What Makes You Happy" so toll. Kann man die genau so irgendwo bestellen, oder ist das Dein eigenes Design? Bist Du eigentlich weiterhin zufrieden mit Deiner Bernina Overlock L460? - Ich überlege von meiner "Billig-Overlock" umzusteigen, da ich durch die Schwangerschaft das Nähen wieder für mich entdeckt habe... Liebe Grüße aus Stuttgart - Ulli

  • #10

    Ronja Marie (Samstag, 19 Mai 2018 11:39)

    Hi Ulli!

    Die Label habe ich selbst designt... habe aber auch schon überlegt, davon einfach mal mehr zu bestellen und zu verkaufen :)
    Mit der Overlock bin ich immer noch absolut happy! Sie näht und näht! Nur was mich gerade geärgert hat, war, dass das LED Licht kaputt gegangen ist und ich sie für so eine Kleinigkeit einschicken muss... das ist echt doof... ich weiß überhaupt nicht wann. Wobei die vom Nähpark einem in der Zeit auch ein Ersatzgerät stellen. Aber trotzdem ist mir das ein bisschen viel Hickhack für ein Lämpchen...
    Lybste Grüße
    Ronja

  • #11

    Ulli (Samstag, 19 Mai 2018 11:52)

    Hi Ronja,
    also wenn Du Dich irgendwann entscheiden solltest das Label auch zu verkaufen - ich wäre eine potentielle Abnehmerin :-) Finde den Spruch nämlich richtig gut. Schön zu hören dass Du mit der Overlock weiterhin zufrieden bist! Das mit dem LED Licht ist tatsächlich doof, ich hätte gedacht das kann man eventuell auch selbst wechseln. Aber das Ersatzgerät ist ein toller Service vom Nähpark!
    Dir schöne Pfingsten und liebe Grüße - Ulli

  • #12

    Kreativmaus (Samstag, 26 Mai 2018 22:15)

    Ich habe mir letztens erst eine Overlock Nähmaschine gekauft und muss mich erst noch eingewöhnen :-)
    Aber eine Coverlock hört sich auch interessant an!

  • #13

    M. (Donnerstag, 07 Juni 2018 23:38)

    Hallo Ronja, du hast geschrieben, dass du die Farben selten wechselst. Mir wurde heute bei Bernina der Tipp gegeben dafür nicht neu einzufädeln sondern das Garn direkt an der Rolle abzuschneiden und die neue Farbe anzuknoten. Viele Grüße, M.

  • #14

    Ronja (Freitag, 08 Juni 2018 11:10)

    Hallo M. Danke dir für den Tipp! Aber das funktioniert bei mir leider nur sehr selten... irgendwo bleibt es doch immer hängen. Auf jeden Fall war es bei der Overlock so... ich werde es bei der Cover nun nochmal versuchen :)
    LG Ronja

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